Sonntag, 26. Juni 2011

Gute Nacht, Welt.

Ich hab gerade daran gedacht & wollte's halt posten ;).
Ich mag das Gedicht seeeehr :).



Der Panther 
Im Jardin des Plantes, Paris 
Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden, dass er nichts mehr hält. Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt. 
Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte, der sich im allerkleinsten Kreise dreht, ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte, in der betäubt ein großer Wille steht. 
Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein, geht durch der Glieder angespannte Stille - und hört im Herzen auf zu sein. 

Rainer Maria Rilke, 6.11.1902, Paris


Schlaft gut :-* !

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